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Gewöhnliche Haselwurz

Die Gewöhnliche Haselwurz ist durch ihre ziervollen, nieren- bis herzförmigen Blätter eine der schönsten Blattschmuckpflanzen unter den Bodendeckern. Die Staude ist relativ robust und pflegeleicht. Sie erreicht gerade einmal eine Wuchshöhe von 5 bis 10 cm und bildet knapp über dem Boden einen dichten Blatt-Teppich. Die Blätter sind meist nierenförmig und erstrahlen in einem kräftigem Dunkelgrün und bringen den Bodendecker ganzjährig zum Leuchten. Die Blattoberfläche ist von netzartigen Blattadern durchzogen und verleihen den Blättern eine schöne Verzierung.


Besonders in naturbelassenen Gartenkonzepten wie dem Naturgarten oder Waldgarten findet man die Gewöhnliche Haselwurz. Auch als Begrünung für Böschungen und Abhänge ist die Gewöhnliche Haselwurz gut geeignet. Die Pflanze wird häufig zu den Stauden gezählt, die sich im Steingarten besonders wohl fühlt.


Die purpurroten bis braunen Trichterblüten der Gewöhnlichen Haselwurz sind besonders schön und setzen während der Blütezeit von März bis Mai wunderschöne Farbakzente. Zudem duften die Blüten der Gewöhnlichen Haselwurz wunderbar und ziehen viele Nützlinge wie Bienen oder Hummeln an.


Ein idealer Standort für die Gewöhnliche Haselwurz ist der Schattengarten. Die immergrüne Staude bedeckt ganzjährig kahle Beetstellen. Im Herbst und Winter sorgt die Pflanze für dekorativen Herbstlaub. In den Wintermonaten färbt sich das Laub leicht rötlich und bringt dadurch schöne Farbakzente in den Garten.


Standort

Die Gewöhnliche Haselwurz ist vor allem in Deutschland und Europa heimisch und wächst an feuchten, nährstoffreichen und kalkhaltigen Standorten. Für den Garten wird ein sandig-lehmiges oder sandig-toniges Substrat empfohlen. Der pH-Wert des Bodens sollte mit 8 bis 10 im basischen Bereich liegen.


Kälte macht der Gewöhnlichen Haselwurz kaum etwas aus, da sie an den europäischen Winter gewöhnt ist und bis zu -29° winterhart ist. Die Gewöhnliche Haselwurz sollte an schattigen bis halbschattigen Standorten gepflanzt werden, da die zarten Blätter in der prallen Sonne leicht verbrennen können.


Gewöhnliche Haselwurz pflanzen

Wie die meisten Stauden wird auch die Gewöhnliche Haselwurz im Frühling gepflanzt. Am besten wird hierfür ein frostfreier Tag nach den Eisheiligen im Mai gewählt. Der Boden am Standort sollte zunächst tiefgründig aufgelockert werden. Dazu sollten alle Bodenhindernisse und Unkrautreste entfernt werden. Für die Grunddüngung kann etwas Humus, Torf oder Komposterde in dem Boden eingearbeitet werden. An besonders feuchten Standorten sollte zusätzlich Kalkpulver ausgestreut werden. Die Gewöhnliche Haselwurz wächst relativ langsam und benötigt an die zwei Jahre, bis sie sich gut an ihrem Standort etabliert hat. Mit 20 bis 25 cm ist auch die Wuchsbreite recht überschaubar. Für einen kompakten Pflanzenteppich kann man pro Quadratmeter 10 bis 20 Jungpflanzen einpflanzen. Der optimale Pflanzabstand beträgt 20 cm.


Gießen & Pflanzen

Direkt nach der Pflanzung wird die Gewöhnliche Haselwurz großzügig angegossen. Wenn sich die Pflanze erst einmal eingewöhnt hat, ist sie sehr pflegeleicht. Auch kurze Trockenphasen verträgt die Pflanze sehr gut. Dazu sollte der Standort schattig genug sein. Wenn der natürliche Niederschlag langfristig ausbleibt, sollte die Pflanze gegossen werden. Auch in den Wintermonaten, sollten zu trocken stehende Pflanzen an frostfreien Tagen bewässert werden. Zur besseren Orientierung reicht es, den Boden regelmäßig auf Feuchtigkeit zu überprüfen. Ist das Substrat sehr trocken, sollte gegossen werden. Da die Gewöhnliche Haselwurz eine kalkliebende Pflanze ist, kann für die Bewässerung auch kalkhaltiges Leitungswasser verwendet werden.


Für die Düngung eignet sich reifer Kompost oder Laubhumus an. Zusätzliche Nährstoffgaben sind nicht nötig, kann aber gegeben werden, um die Blühfreude zu unterstützen.


Schnitt

Die Gewöhnliche Haselwurz wächst nur sehr langsam und wuchert auch nicht übermäßig sodass ein Schnitt nicht nötig ist. Welke Blätter und abgestorbene Pflanzenteile sollten jedoch regelmäßig entfernt werden. Dadurch bleibt die Pflanze gesund und treibt im nächsten Jahr wieder kräftig aus. Auch lassen sich Pflanzenkrankheiten so vermeiden.


Vermehrung

Am einfachsten gelingt die Vermehrung der Gewöhnlichen Haselwurzel durch Wurzelteilung. Damit sollte man allerdings warten, bis sich die Pflanzen vollständig an ihren Standort gewöhnt hat. Eine Wurzelteilung sollte erst frühestens nach dem zweiten, besser erst nach dem dritten Standjahr durchgeführt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Vermehrung durch Selbstaussaat.


Vermehrung durch Selbstaussaat


Automatisch nach der Samenreife erfolgt die Selbstaussaat. Diese findet meist im Juli statt. Die Pflanze lockt zuvor Pilzmücken an, welche die Blüten bestäuben und so zur Fruchtreife beitragen. Zwischen Juli und August säen sich die reifen Kapselfrüchte aus. Bis zur Keimung der Samen können an die zwei Jahre vergehen.


Vermehrung durch Wurzelteilung

Im Frühling vor dem Neuaustrieb erfolgt die Wurzelteilung. Dazu wird die Pflanze vorsichtig ausgegraben und der Wurzelstock von Erde befreit. Dann kann der Wurzelstock mit einem scharfen Messer in zwei gleich große Teile geteilt werden. Die Teilstücke können direkt danach neu verpflanzt werden.


Krankheiten & Schädlinge

Mit Blick auf das Giftgehalt, sind die Wurzeln der Gewöhnlichen Haselwurz nicht ganz ungefährlich. Der pfefferartige Geruch, der durch die ätherischen Inhaltsstoffe der Pflanze entsteht, werden Schädlinge wie Wühlmäuse oder Fliegen fern gehalten. Schnecken hingegen werden von den leckeren Blättern der Pflanze magisch angezogen. Damit es nicht zu einer Schneckenplage kommt, sollte herkömmliche Schneckenabwehr angebracht werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von biologischen Schneckenmitteln.



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