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Natursteinmauer

Schon in der Antike begrenzten Natursteinmauern Felder und Viehweiden. Im frühen Mittelalter schützten Sie als mächtige Bauwerke ganze Städte vor feindlichen Eindringlingen. In kleinerer Ausführung schützen sie Obst- und Gemüsegärten ebenso vor ungebetenen Gästen. Heute steht vor allem der dekorative Mehrwert im Vordergrund. Aber auch der praktische Nutzen ist dabei nicht zu vergessen.


Geeignete Natursteine

Natursteinmauern bestehen aus witterungsbeständigen und frostfesten Natursteinen. Für eine Natursteinmauer verwendet man häufig Bruchsteine. Dies sind gebrochene und weitgehend unbearbeitete, meist geformte Steine, die direkt aus einem Steinbruch kommen. Auch verwendet man gerne Mauersteine. Mauersteine sind gespaltene und formatierte Steine mit relativ geraden Seiten. Die Oberfläche ist dabei aber ungleichmäßiger. Ebenso gerne genutzt werden Systemsteine. Diese sind am stärksten bearbeitet und daher auch am teuersten. Systemsteine werden gesägt und sind aus diesem Grund auch sehr regelmäßig. Diese Art von Steinen verwendet man gerne für vermörtelte Mauern.Bei Natursteinen unterscheidet man zwischen Tiefen-, Erguss- und Sedimentgesteinen. Sedimentgesteine sind für Natursteinmauern ideal. Zum einen sind sie aufgrund der einfacheren Verarbeitung deutlich preiswerter und zum anderen haben Sedimentgesteine dank ihrer natürlichen Schichtung nahezu gerade Bruchkanten. Somit lassen sie sich recht regelmäßig aufschichten.


Granit

Granit ist ein Tiefengestein und sehr hart, widerstandsfähig und in vielen Farbtönen erhältlich. Dieses Tiefengestein erhält man in den Farbtönen Grau, Bläulich, Weiß-Grau sowie Rot, Grünlich und fast Schwarz. Granitsteine habenmeist eine grobkristalline glänzende aber recht raue Oberfläche. Als Natursteine im Wege und Mauerbau haben die Steine ihre größte Bedeutung.


Basalt

Basalt ist ein Ergussgestein der die Erdoberfläche als Magmabestandteil durchbrochen hat und dann erstarrt ist. Daher ist Basalt homogen, robust und feinkörnig. Jedoch ist der Ergussstein auch schwer zu bearbeiten. Der Farbton vom Basalt ist bläulich-grau bis schwarz.


Porphyr

Porphyr ist ebenso wie Basalt ein Ergussgestein. Er ist feinkörnig, hat aber grobe Einsprenkelungen und ist dabei sehr robust. Die Farben des Porphyrs reichen von Rötlich, Weißlich über Gräulich und Bräunlich bis hin zu Purpur.


Grauwacke/Sandgestein

Grauwacke zählt zu den Sandsteinen, die aus dem Bodensatz flacher Urmeere entstanden sind. Im Gegensatz zu vielen anderen Sandsteinen ist Grauwacke recht hart und widerstandsfähig. Dabei ist der Stein in diversen Grautönen erhältlich. Die unterschiedlichen Grautöne können einen bläulichen, bräunlichen und grünlichen Einschlag haben wobei die Oberfläche stumpf ist.


Kalkstein

Kalksteine sind mit dem Verschwinden der Urmeere aus zusammengepresstem Schlamm und den abgelagerten kalkhaltigen Hüllen von Schalentieren entstanden. Die Steine sind weich aber dafür sehr witterungsbeständig. Kalksteine bekommen im Laufe der Jahre eine silbergraue Patina wobei die Oberfläche rau ist. Dolomit ist dabei noch widerstandsfähiger als Kalk. Die Farbtöne der Kalksteine reichen von fast reinem Weiß über Hell- bis Dunkelgrau, Schwarz, Rot und Braun bis Gelb. Grünliche oder bläuliche Einschläge treten hingegen seltener auf.


Quarzit

Quarzite sind recht alte Sedimentgesteine. Diese sind meist aus Sandsteinen entstanden. Quarzite sind meist hellgrau mit einem deutlichen grünen oder rötlichen Einschlag. Dabei ist die Struktur her fein- bis mittelkörnig. Wegen ihres hohen Quarzanteils ist der Stein äußerst widerstandsfähig.


Arten von Natursteinemauern

Man unterscheidet bei Natursteinmauern zwischen unterschiedlichen Typen je nach Bauweisen.


Trockenmauer

Je nach Größe und Form besteht eine Trockenmauer aus „trocken“ aufgeschichteten Natursteinen. Die Natursteine halten bei einer Trockenmauer nur durch ihr Eigengewicht. Mörtel wird dabei zu keiner Zeit verwendet. Zusätzliche Stabilität erhält eine Trockenmauer nur eine leichte Neigung der Mauer nach hinten. Besonders dann, wenn die Trockenmauer einen Hang abstützt. Große, schwere Natursteine kommen nach unten und die kleineren darüber. Die Zwischenräume in den Fugen füllt man mit Schotter oder kleinen Bruchsteinen. Wenn Kinder im Garten spielen, sollte zumindest die oberste Steinreihe mit Mörtel befestigt werden. So besteht nicht die Gefahr, dass ein Stein abrutscht. Aus Sicherheitsgründen sollten Trockenmauern nicht höher als 120 Zentimeter sein.


Friesenwall

Ein Friesenwall ist ideal als Abgrenzung zur Straße und eine besondere Form der Trockenmauer. Friesenwälle bestehen aus runden Findlingen, bei denen als Mauerkrone oft eine Erdschicht aufgetragen wird, um die großen Lücken zwischen den runden Steinen zu füllen. Friesenwälle sind meist Doppelmauern und breiter als hoch. Aber auch einseitig können diese gebaut sein.


Vermörtelte Natursteinmauer

Wenn man die einzelnen Steine der Natursteinmauer mit Mörtel miteinander verbindet, sieht die Mauer gleichmäßiger aus und ist selbstverständlich auch stabiler. Vermörtelte Natursteinmauern benötigen aber ein Betonfundament anstelle des sonst üblichen Schotterbetts. Bei einer vermörtelten Natursteinmauer sind Höhen von zwei Metern und mehr möglich. Jedoch sollte man ab einer Höhe von 180 Zentimetern ein Fachmann ran lassen. Ab zwei Meter Höhe benötigt man dann auch ein statisches Gutachten.


Verblendete Betonmauern

Die Art von Mauern sind keine echten Natursteinmauern, da sie wie der Name schon sagt, eigentlich aus Beton hergestellt werden. Die glatte graue Fläche wird einfach mit Natursteinen kaschiert. Hierfür klebt man dünnen Steine oder fertige Verblendersteine mit Mörtel auf den Beton. So entsteht der Eindruck einer massiven Natursteinmauer.

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