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Teichpflege im Sommer

Im Sommer kann es auch hierzulande zu extremer Hitze kommen. Für den Gartenteich kann das schlimme Folgen haben. Denn das erhöhte Algenwachstum kann zum Kippen des Gartenteiches führen und das Leben der Fische gefährden. Wer sich um eine optimale Teichpflege im Sommer sorgt, kann die Probleme verhindern.


Ein Gartenteich ist eine Ruheoase mitten im eigenen Garten. Jedoch kann man diesen nur genießen, wenn er sauber und gepflegt ist. Besonders im Sommer sollte der Gartenteich nicht sich selbst überlassen werden. Durch heiße Temperaturen und das Überangebot an Nahrung wird das Algenwachstum stark erhöht. Dann ist die Gefahr groß, dass der Gartenteich umkippen kann. Das Leben der darin lebenden Tiere ist dann sehr stark gefährdet.


Wasserwerte überprüfen

Das Leben im Teich wird durch die Wasserqualität bestimmt. Damit Sie immer ein Gleichgewicht haben, müssen Sie die Wasserwerte regelmäßig überprüfen. Hierfür gibt es spezielle Teststreifen, mit denen Sie die Wasserwerte ganz einfach ablesen können.


Besonders wichtig sind dabei folgende Werte:

  • pH-Wert (pH)

  • Karbonathärte (kH)

  • Gesamthärte (gH)

  • Ammonium (NH4)

  • Ammoniak (NH3)

  • Nitrit (NO2)

  • Nitrat (NO3)

pH-Wert

Der pH-Wert gibt an wie sauer, neutral oder basisch das Teichwasser ist. Wenn das Teichwasser zu sauer ist, dann verätzen bei den Fischen die Schleimhäute und Kiemen. Ist das Teichwasser zu basisch, dann wird Ammonium zu Ammoniak umgewandelt. Hieran können die Tiere dann qualvoll sterben. Die Kunst besteht also darin, eine Balance zu schaffen, um die Pflanzen und Tiere in Ihrem Gartenteich zu schützen. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 7 und 8. Das Wasser unterliegt jedoch durch Regen, Sonne und frisches Teichwasser ständigen Schwankungen. Dabei sind Schwankungen von 0,5pH erlaubt. Größer sollten sie jedoch nicht sein, da dies dann schädlich für Fische und Pflanzen sein kann.


Karbonathärte

Gartenteiche neigen dazu mit der Zeit zu übersäuern. Das liegt unter anderem am Urin der Fische, an Regenwasser oder aber dem Freisetzen saurer Substanzen einiger Bakterien. Wie stark Ihr Gartenteich mit den pH-Wert-Schwankungen umgehen kann, hängt von der Höhe des Karbonatwertes ab. Damit man einen stabilen pH-Wert erhält, muss die Karbonathärte einen Wert zwischen 6 und 10 ° dKH aufweisen.


Gesamthärte

Wie viele gelöste Mineralien sich im Teichwasser befinden gibt die Gesamthärte an. Gelöste Mineralien sind für viele biologische Prozesse im Wasser notwendig. Wenn das Teichwasser zu weich ist, funktionieren diese nicht mehr richtig. Weiches Wasser erkennen Sie bei einem Wert zwischen 8 und 10 ° dH. Die optimale Wasserhärte liegt bei einem Wert zwischen 10 und 15 ° dH. Wenn der Wert zu niedrig ist, lässt er sich durch frisches Wasser erhöhen.


Ammonium und Ammoniak

Ammonium entsteht durch Ausscheidung und Abbauprozesse von organischen Materialien. Gefährlich wird es erst, wenn Ammonium zu Ammoniak umgewandelt wird. Bereits ein sehr geringer Wert kann für Ihre Fische tödlich sein. Der Ammoniak-Gehalt sollte im Teichwasser 0 mg pro Liter betragen. Wenn Ihnen allerdings ein Wert ab 0,2 mg pro Liter angezeigt wird. sollten Sie schnellstmöglich ein Teil des Teichwassers austauschen. Ersetzen Sie dabei 25 Prozent des Wassers bei einem Wert bis zu 1,0 mg pro Liter. Bei einem höheren Wert sollten Sie bis zu 75 Prozent austauschen.


Nitrit und Nitrat

Ein nachweisbarer Nitrit-Wert kann ebenfalls für Fischsterben verantwortlich sein. Dieser sorgt nämlich dafür, dass der Sauerstofftransport blockiert wird und die Fische dementsprechend ersticken. Besteht ein biologisches Gleichgewicht, wird das giftige Nitrit allerdings sofort in das harmlose Nitrat umgewandelt. Ein Überschuss kann jedoch das Algenwachstum erhöhen. Sie sollten also darauf achten, dass der Nitrat-Wert so gering wie möglich ist. Bis 25 mg pro Liter liegt alles im Normbereich. Wenn der Wert jedoch darüber liegt, sollten Sie mehr Wasserpflanzen einsetzen und einen Teil des Teichwassers gegen nährstoffarmes Regenwasser eintauschen.


Wasserpflanzen zurückschneiden

Neben Fische gehören auch Wasserpflanzen in jeden Gartenteich. Wasserpflanzen beeinflussen die Wasserqualität und sollten deshalb auf keinen Fall in einem Gartenteich fehlen. Wenn sich Pflanzen jedoch ungehindert ausbreiten und zu üppig wachsen, kann die Wasserqualität negativ beeinflusst werden. Im schlimmsten Fall kann der Gartenteich umkippen. Wenn die Wasserpflanzen besonders üppig wachsen sollten diese also gezielt zurückgeschnitten werden. Achten Sie zudem darauf, dass der Gartenteich nur zu einem Drittel bepflanzt sein sollte.


Algen regelmäßig entfernen

Algen sind im Gartenteich keine Seltenheit. In einem geringen Maße sollten diese sogar in jedem Gartenteich vorhanden sein. Wenn jedoch die Temperaturen steigen und die Sonne den Teich erhitzt, nimmt das Algenwachstum zu. Fadenalgen sind ein besonders lästiges Problem. Sie sollten die Algen entfernen, damit diese nicht überhand nehmen und das biologische Gleichgewicht stören. Hierzu können Sie einfach einen Kescher oder ein Rechen verwenden.


Wasser auffüllen

Kleine Gartenteiche erreichen im Sommer relativ schnell eine Temperatur von über 22°. Wenn Ihr Gartenteich diesen Wert erreicht hat, sollten Sie unbedingt kaltes Wasser auffüllen, um einen Sauerstoffmangel vorzubeugen. Auch sollten Sie kaltes Wasser nachfüllen, wenn in besonders heißen Sommern das Wasser im Gartenteich verdunstet.


Teichpumpen und Teichfilter im Dauereinsatz

Im Sommer sollten Teichpumpen und Filter unbedingt im Dauerbetrieb bleiben. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass in Ihrem Gartenteich ausreichend Sauerstoff vorhanden ist. Reinigen Sie die Filterpumpe unbedingt einmal in der Woche. Denn nur so kann sie die volle Leistung bringen und Ihren Gartenteich sauber halten.


Spezielles Sommerfutter für Fische

Im Sommer benötigen Fische wertvolle Nährstoffe. Aus diesem Grund sollte das Futter im Sommer besonders proteinreich sein, um für ein optimales Wachstum zu sorgen. Das Futter sollte zudem mit Mikronährstoffen angereichert sein. Dies können die Fische besser verwerten. So ist die Ausscheidung der Fische geringer und der Nitratgehalt im Wasser bleibt gering.


Schattiges Plätzchen für den Gartenteich

Wenn der Gartenteich sich in der prallen Sonne befindet, wird das Algenwachstum gefördert. Auch Ihre Fische benötigen ein schattiges Plätzchen, um keinen gefährlichen Sonnenbrand zu bekommen. Im Nachhinein lässt sich der Standort Ihres Gartenteiches nicht mehr verändern. Jedoch können Sie jederzeit für ein schattiges Plätzchen sorgen. So lässt sich zum Beispiel ein Sonnensegel ganz einfach und schnell montieren. Auch eine kleine Brücke kann für einen kühlen Unterstand sorgen.






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